Willkommen und ein herzliches "Grüß Gott"


Gottesdienst zu hause

Losungen des Tages

Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und unserem Herrn und Heiland Jesus Christus.

Liebe Gemeinde,

Das Predigtwort für heute hält sich an die Regeln. Es ist ein Brief. Hält also Abstand. Ganz vorschriftsmäßig. Und will uns trotzdem nahekommen. Genauer geht es um ein paar Sätze vom Schluss des Hebräerbriefes. Also von dort, wo es bis vor 2 Wochen üblicherweise hieß: „Mit freundlichen Grüßen“. Von dort, wo in diesen Tagen meistens steht: „Bleiben Sie gesund!“ Also, dort, am Schluss des Hebräerbriefes, im 13. Kapitel, steht folgerndes:

Darum hat Jesus gelitten draußen vor dem Tor.

So lasst uns nun zu ihm hinausgehen vor das Lager und seine Schmach tragen.

Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.

Was soll das? Das kenne ich von Beerdigungen. Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. Wenn diese Worte verklungen sind, läuten die Glocken und wir begleiten den Sarg zum Grab. - So ernst ist es heute? Ich hätte lieber ein Wort der Hoffnung gehört. Ein Wort, das ermutigt. Ein Wort gegen die Todesangst.

Und was soll das andere? Lasst uns nun zu ihm hinausgehen… - Ja wie denn? Heutzutage darf ich ja nicht mehr zu ihm oder ihr oder ihnen hinausgehen. Ich würde ja gerne, aber…

Liebe Gemeinde,

das Bibelwort für heute – es will tatsächlich ermutigen und Hoffnung bringen. Ermutigen: der Drang hinauszugehen ist richtig! Und es gibt uns Hoffnung. Hoffnung, die einen sehr ernsten Grund hat, passend zu dem heutigen Sonntag Judika. Wir gehen steil auf die Karwoche zu.

Was das bedeuten kann mit der Ermutigung und Hoffnung, will ich Ihnen an drei Personen nahebringen. Auch wenn ich keine von ihnen bin – ein bisschen bin ich jede von den dreien.

Die erste ist 16. Ihr ist langweilig. Im Zimmer gibt es nichts mehr aufzuräumen- unglaublich, aber es ist so. Auch die Schularbeiten erledigt. Und es ist Wochenende – sie kann nur chatten. Wie würde sie es feiern, sich mit den Freunden zu treffen. Dafür sogar gerne in die Schule gehen – unglaublich. Sie fragt sich: wie lange soll ich das noch aushalten? Wann wird es so wie vorher?

Das Bibelwort ermutigt diese 16jährige Person und alle die sich eingesperrt fühlen wie sie:

Es ist richtig, hinaus zu wollen um Gemeinschaft zu haben. Auch du jetzt vernünftigerweise auf vieles verzichten musste: gib die Gemeinschaft nicht auf.

Es ermutigt sogar zu einem viel tieferen Hinausgehen.

Es kommt die Zeit zum Hinausgehen aus dem Elternhaus und aus vielem was selbstverständlich schien und woran man sich gewöhnt hat. So ein tieferes Hinausgehen ist nicht nur Party. Im Gegenteil: manchmal ist es richtiges Leiden – manchmal auch Leidenschaft und nicht zufällig heißt beides „Passion“. Ja, es gilt:

„Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“

Und die Hoffnung, die das Bibelwort für diese Menschen gibt, gilt, obwohl nach der Krise vieles anders sein wird. Denn egal was kommt: Nichts ist so ungewiss, so bedrohlich, dass Jesus es nicht kennen würde. Er hat alles getragen. Damals als er hinausging aus der Stadt und aus den Tradition seines Volkes und auf dem Hügel vor der Stadt gekreuzigt wurde,

Da, so haben es frühere Generationen gesagt, trug er unsere Sünde an das Holz des Kreuzes. Er nahm das, was trennt von Gemeinschaft und von dem Leben, das gelingt. Damit wir hinausgehen und Gemeinschaft haben. Er starb nur, damit wir leben können. Das ist der Grund unserer Hoffnung.

Die zweite Person ist 67. Ihr ist normalerweise nicht langweilig, aber heute, am Sonntag, doch. Die Enkel dürfen nicht kommen. Arbeit in Haus und Garten ist unter der Woche angesagt. Ins Holz gehen – ja, da fragt keiner nach der Ausgangsbeschränkung. Und außerdem ist das ja der Weg zur Arbeit. Aber jetzt am Sonntag – kommen die Gedanken. Der Sohn hat Kurzarbeit. Wie geht es weiter mit seinem Betrieb? Und überhaupt mit der Wirtschaft? Ist es richtig aus Rücksicht auf uns Ältere die Zukunft der Jungen zu verbauen? Gerne wäre sie mit Sohn und Schwiegertochter und den Enkeln zusammensitzen, Sorgen und Freude teilen. Und sie fragt sich: Fragt sich: wie lange noch soll ich das aushalten? Wann wieder so wie vorher?

Das Bibelwort ermutigt auch diese 67jährige Person und alle, die sich sorgen wie sie:

Es ist richtig, hinaus zu wollen um zu arbeiten. Auch wenn man jetzt vernünftigerweise vieles nicht tun kann: gebt Arbeit nicht auf.

Es ermutigt sogar zu einem viel tieferen Hinausgehen und Arbeiten. Nämlich dem Arbeiten an sich selbst. Was ist das Aufräumen in Haus und Garten schon gegen das Aufräumen bei mir drinnen. Viel schwerer ist es, sich wirklich Sorgen um sich selbst zu machen als Sorgen um andere und um die Welt. Das ist anstrengend und schmerzhaft. So ähnlich wie ein Foto ansehen, das Erinnerungen weckt, die man lieber hätte ruhen lassen.

Es kommt die Zeit – und ist vielleicht gerade jetzt - zum Hinausgehen aus vielem, was selbstverständlich schien und woran man sich gewohnt hat und genauer nachzuschauen, denn: wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.

Und die Hoffnung, die Ihnen zugesagt wird, obwohl vieles anders sein wird als vor der Krise: Was immer herauskommt bei der Arbeit an sich selbst, was immer von unter dem Teppich herauskommt: es gibt nichts, was Jesus nicht schon getragen. Weggetragen und für uns „entsorgt“. Damals, als er hinausging aus der Stadt und aus den Tradition seines Volkes und auf dem Hügel vor der Stadt gekreuzigt wurde, hat er es getan: er trug er unsere Sünde an das Holz des Kreuzes. Er nahm das, was trennt von Leben, das gelingt. Damit wir hinausgehen und gut arbeiten können. Er starb nur, damit wir leben können. Das ist der Grund der Hoffnung.

Die dritte Person ist 40. Ihr ist nicht langweilig. Sie hat immer viel zu tun. Denn Homeoffice ist anstrengend. Besonders, wenn auch noch Kinder herumwuseln. Und der Partner mit der Situation nicht klarkommt. Die Arbeit ist anders, aber nicht weniger. Wie würde sie es genießen, hinauszugehen und Auszeit zu haben. Aber das geht nicht. Nicht einmal am Sonntag. Überhaupt ist jetzt ein Tag wie der andere.

Das Bibelwort ermutigt diese 40j Person und alle die sich im Hamsterrad fühlen wie sie:

Es ist richtig, hinaus zu wollen um eine Auszeit zu haben. Auch wenn jetzt auf vieles vernünftigerweise verzichten müssen und vieles umstellen müssen: geben Sie die Zeit für euch nicht auf. Das Bibelwort ermutigt sogar zu einem viel tieferen Hinausgehen und Auszeit haben. Der erste Schritt dazu ist allerdings ziemlich hart. Da geht darum, zuzugeben: ich bin nicht so wichtig. Vieles läuft ohne mich. Zwar anders. Aber was bleibt heutzutage schon gleich? Schwer ist es, aber heilsam. Oh ja: wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.

Hoffnung macht dies Bibelwort, obwohl nach Krise vieles anders sein wird. Denn alles, was wirklich zu tun ist, hat Jesusschon getan. Er hat das Wesentliche für uns getan, damit wir Ruhe finden. Damals als er hinausging aus der Stadt und aus den Tradition seines Volkes und auf dem Hügel vor der Stadt gekreuzigt wurde, Da, so sagten es frühere Generationen, trug er unsere Sünde an das Holz des Kreuzes. Er nahm das, was trennt von Frieden und Leben, das gelingt. Damit wir hinausgehen und Frieden haben. Er starb nur, damit wir leben können.

Also, liebe Gemeinde, bleiben Sie gesund. Und kommen Sie gut durch die Woche. Und vergessen Sie nicht die Zusagen dieses Bibelwortes:

Darum hat Jesus gelitten draußen vor dem Tor.

So lasst uns nun zu ihm hinausgehen. Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.

 

Lesung


Tageslosung

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, der uns tröstet in aller unserer Bedrängnis.

2. Korinther 1,3-4

Losung zum 29. März

Für Kinder

 

Vielleicht habt ihr ja morgen Lust dazu, einen Online - Kigo mitzufeiern. 29.3. Um 10 Uhr 

Liebe Grüße und einen gesegneten Sonntag

 

Ihr habt ja schon alle mitbekommen, dass wir uns momentan nicht in der Kirche treffen können (und dürfen).

Kira, die Kirchen-Elster lädt euch heute ganz exklusiv zu einer Kirchenführung ein und erklärt, was es in der Kirche tolles zu entdecken gibt !

https://www.kirche-entdecken.de

Wann habt ihr zuhause das letzte Mal ein tolles Fest gefeiert ?!? Heute gibt´s für euch ein Video von einem rauschenden Fest.... Erkennt ihr die Bibelgeschichte ? (kleiner Tip für die Papas und Mamas: Lukas 15, 11-32) Habt ihr schon mal eine Geschichte aus der Kinderbibel oder aus dem Kindergottesdienst nachgespielt ? Probiert´s doch mal aus ! 

Noch scheint die Sonne ☀ und ihr könnt draussen spielen - aber irgendwann wird´s Zeit fürs Bett - am besten mit dieser Gute-Nacht-Geschichte:

Kirche mit Kindern- Bibel Gute Nacht Geschichte:

https://soundcloud.com/user-269064909/kirche-mit-kindern-bibelgutenachtgeschichte-28-03-2020

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Gebetswürfel
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Evangelische Kirchengemeinde Unterringingen

Jetzt, wenn wir uns nicht persönlich treffen dürfen, ist es umso wichtiger, auch als evanglische Kirchengemeinde in Kontakt zu bleiben.

Auf unserer Website www.unterringingen-evangelisch.de und www.oberes-kesseltal-evangelisch.de finden Sie täglich

- die aktuelle Predigt (vom letzten Sonn- oder Feiertag)

- die Tageslosung mit einem passenden Bild oder einen anderen geistlichen Impuls

- neuerdings auch eine Anregung für Kinder

Wenn sie einen täglichen Gruß der Kirchengemeinde per WhatsApp wünschen, schreiben Sie das an pfarramt.aufhausen@elkb.de. Oder wenn Sie die Predigt per Email bekommen wollen. Oder wenn Sie sonst ein Anliegen haben.

Telefonisch ist Pfarrer Rehner Sonntag - Freitag 8-13 Uhr für Sie da. Und auch sonst. sollten Sie an den Anrufbeantworter gelraten, sprechen Sie bitte drauf. Der Rückruf erfolgt bald.

Unsere Kirche ist weiterhin für Sie geöffnet. Mit der Lesung für die aktuelle Woche und einem passenden Bild dazu. Und mit der Predigt zum Mitnehmen. Nutzen Sie die Möglichkeit, einen Spaziergang zur Kirche zu machen. Natürlich allein oder mit den nächsten Angehörigen, mit denen Sie in demselben Haus leben.

 

https://evangelisch-digital.de

https://www.br.de/mediathek/rubriken/religion-orientierung

www.deutschlandfunk.de/kirchensendungen.915.de.html

 


Aktuelles

Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde

Gottesdienste und Veranstaltungen absagen fällt sehr schwer, gerade an den österlichen Feiertagen. Dennoch hat der Kirchenvorstand Unterringingen sich einer diesbezüglichen Empfehlung aller Pfarrer unseres Dekanatsbezirkes angeschlossen.

Gottesdienste und Veranstaltungen unserer Kirchengemeinde finden erst wieder statt, sobald die Schulen geöffnet haben. Das gilt auch für Taufen und Trauungen.

Wenn Beerdigungen nötig sind, finden sie im Freien statt.

Auch Sitzungen und Besprechungen werden verschoben oder durch Umlaufbeschlüsse ersetzt.

Die Kirche bleibt zum persönlichen Gebet geöffnet.

Unser Landesbischof schreibt angesichts der Coronakrise zu dem Bibelwort aus dem 2. Timotheusbrief „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit” (2. Timotheus 1,7) folgendes:

"Auch in unserem persönlichen Verhalten brauchen wir die Kraft, Liebe und Besonnenheit, von der Paulus spricht. Die Liebe drängt nach der Umarmung oder zumindest dem Handschlag. Die Besonnenheit lässt uns das freundliche Zunicken vorziehen – oder auch den Stups mit dem Ellenbogen als neue Form der Begrüßung. Die Liebe zeigt uns aber ganz bestimmt den richtigen Weg. Die Liebe sagt: Rücksicht auf andere ist wichtiger als die eigene Gelassenheit…“

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Wichtige Informationen zu Corona
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Termine der Woche

 

Neuer Bürotag

Ab sofort ist der Bürotag im Pfarramt der Mittwoch von 8 bis 13 Uhr! Das ist wegen des Schulunterrichts von Pfarrer Rehner so praktischer.

 Die neuen gewählten Kirchenvorstände sind

  • Beck, Erich
  • Deuter, Wolfgang
  • Eichert, Rosemarie 
  • Hurler, Gabriele
  • Schüle, Sonja
  • Spielberger, Axel (Vertrauensmann)
    • Erweiterter Kirchenvorstand:
    • Plaetschke, Martin
    • Schuster, Erika


Die Kinder der Krabbelgruppe Unterringingen freuen sich schon darauf, sich "nach Corona" wieder treffen zu dürfen. Kontakt:

Nadine Seidel 0151 50 96 51 64

Jahreslosung 2020

Ich glaube - hilf meinem Unglauben

Markus 9,24